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Auftaktsieg in Friedersdorf

Mit einem 0:2-Auswärtserfolg beim starken Neuling aus Friedersdorf gelang den Preußen-Ladies ein gelungenes Saisondebüt.

 

Mit großer Spannung wurde das erste Spiel der Saison erwartet. Zum einen wusste man selbst nicht genau wo man steht und der Gegner, welcher die letzten Jahre auf Kleinfeld verweilte und durch diverse B-Juniorinnen angereichert wurde, war ebenfalls schlecht bis gar nicht einzuschätzen – also ein Spiel mit vielen Unbekannten.

 

Es entwickelte sich ein Spiel, welches umgangssprachlich „hin und her wogte“. Bei genauer Betrachtung war es aber so, dass sich beide Abwehrreihen schwertaten die Aktionen der Angreiferinnen kontrolliert zu stören, so dass die Angriffsphasen einer jeden Mannschaft, mehrere aneinanderhängende Aktionen beinhaltete, ohne dass Zählbares heraussprang.

 

Die Preußen hatten in dieser Phase die aussichtsreicheren Möglichkeiten, wie z.B. durch Bellach (10.) und Seidel (20.). Ein Freistoß von Bartels aus 25 Metern klatschte in der 22. Spielminute vom Querbalken zurück ins Spielfeld. Während die Preußen in der ersten halben Stunde dreimal in Abseits liefen und somit den Gastgeberinnen wieder das Spielgerät herschenkten, erarbeiteten sich diese zwei Eckbälle, welche allerdings ohne nennenswerte Aktionen verpufften.

 

Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte eindeutig den Gästen. Jüch’s Schuss in der 31. Spielminute und der anschließende Wechsel (Mücher in die Zentrale, Bartels für Lojewski auf die linke Außenbahn) läuteten diese Phase ein. Abschlüsse gab es nun fast im Minutentakt, Bellach (37., 39.), Schmolinske (39.), scheiterten noch knapp an Torfrau Darges, Seidel traf nur das Gestänge (41.). Auf der anderen Seite war nur ein Schuss von Horn (43.) zu verzeichnen, welcher allerdings leichte Beute von Torfrau Schulz wurde.

 

In der 45. Spielminute hatte, wer es mit den Preußen hält, schon den Torjubel auf den Lippen, als Schmolinske nach einer Bartels Ecke, den Ball mit den Kopf über die Linie bringen wollte, doch abermals stand Darges goldrichtig und konnte den „Einschlag“ verhindern.

 

Nach der Pause wechselten auch die Gastgeberinnen zweimal (Gehricke für Horn und Stegemann für Detzner). Offenbar war die Hintermannschaft noch nicht wieder geordnet, so dass Mücher unbedrängt von halblinks flanken konnte, die Flanke war allerdings zu kurz und landete auf dem Kopf einer Abwehrspielerin, welche das Spielgerät unfreiwillig auf Bellach verlängerte, die den Ball nur leicht berührte und so aber an der herauslaufenden Darges vorbei ins Netz verlängerte – 0:1 (48.).

 

An der grundlegenden Art des Spiels änderte sich wenig. Setzte sich ein Team in des Gegners Hälfte fest, gelang es den Abwehrreihen nur mit Mühe die Situation so zu klären, dass die eigene Mannschaft in die gefährlichen Räume stoßen konnte. Nach gut einer Stunde und einer weiteren Möglichkeit für Bartels (55.), wollte der Gästetrainer nochmal eine frische, schnelle Kraft auf der Außenbahn bringen und wechselte die angeschlagene Jüch gegen Steinberg im rechten Mittelfeld.

 

Auch der Friedersdorfer-Trainer brachte auf der rechten Außenbahn mit J.Jertz für Kemnitz nochmals frischen Wind in die Begegnung. Weiterhin taten sich die Gäste schwer das Erbnis weiter für sich auszubauen, so dass man schon fast die Befürchtung haben musste, dass sich dieses irgendwann vielleicht doch nochmals rächen sollte. So waren Versuche von Bartels (62., 70. ans Lattenkreuz), Mücher (67.), Steinberg (70.) und Schmolinske (71.) zu verzeichnen, bevor ein gefährlicher Freistoß der Gastgeberinnen erneut Beute von Schulz auf der anderen Seite wurde (76.).

 

Direkt im Gegenzug an diesen Freistoß konnte die HSV-Abwehr einen Preußen-Angriff nur zur Ecke abwehren. Bartels flankte diese auf, die völlig blank stehende, Mücher, welche per Kopf zum 0:2 verwandelte (76.).

 

In der Schlussphase wogte das Spiel tatsächlich hin und her, die Fortuna versuchte nochmals alles Zählbares auf das „Score-Board“ zubringen, während die Preußen immer wieder gefährlich konterten. Für den HSV versuchten es Drechsler (77.), Stegemann (83.), Jertz (86.), auf der anderen Seite gab es Chancen für Bellach (79.), Steinberg (87. Pfosten), Frank (88.) und Seidel (89.).

 

Als Braschtke auf halblinks mal einen Augenblick den Fängen der überragenden Almer entwischte, konnte diese nur noch mit einem Foulspiel ein mögliches Durchbrechen der Angreiferin verhindern und bekam die gelbe Karte von Schiedsrichter Eberst für diese Aktion (89.). Der anschließende Freistoß blieb ohne jegliche Folgen für den Gast.

 

In der Nachspielzeit ergaben sich nochmals zwei sogenannte 100%ige für Preußen, doch weder Steinberg (90.) noch Bartels (90.+1) konnten das Ergebnis weiter ausbauen. Um auch noch die letzten Sekunden unbeschadet zu überstehen, wechselte der Gästetrainer nochmals taktisch und brachte für die Spielführerin Schmolinske, welche ja nun auch noch die Kennzeichnung ihres Amtes an Niehoff weitergeben musste, Wolf, die dritte neue Spielerin aus dem eigenen Nachwuchs. Wenige Sekunden später ertönte der Schlusspfiff und die ersten drei Punkte waren eingefahren.

 

Fazit: Hinten brauchen wir noch mehr Sicherheit um das Angriffsspiel von dort aus schon zu steuern, dass kommt aber nur mit Selbstbewußtsein, an dem wir arbeiten müssen. Vorne ist die mangelnde Chancenverwertung zu bemängeln, die auch der Hintermannschaft zu mehr Ruhe verhelfen könnte. Mal sehen wie wir aus diesem Teufelskreis entkommen. Unter dem Strich stehen drei Punkte, dass ist das was zählt.

Am nächsten Wochenende sind die Frauen des BSC Preußen 07 schon wieder spielfrei und werden die Zeit nutzen um am Sonnabend um 12 Uhr die B-Mädchen im Pokal bei Miersdorf und am Sonntag um 9 Uhr die C-Mädchen daheim gegen Falkensee zu unterstützen.

 

Quelle: http://www.sportbuzzer.de/artikel/auftaktsieg-in-friedersdorf/