UNSERE SCHIEDSRICHTER

seniorenbereich

Daniel Sievers
(SR-Obmann)

 

Detlef Hönow

 

Peter Backhaus

 

Marcel Kurpieweit
   

 

Lars Anders   

 

Carmen Bartels
    

 

Thomas Widdua
    

 

nachwuchsbereich

Maximilian Fabisch
     

 

Finn Sohnrey
 

 

Philip Schinke
     

 

Jordan Wolter     

 

Mia Widdua 

 

Willst auch Du Schiedsrichter bei uns werden? Info's gibt es hier, oder beim Obmann.

Ohne SCHWARZKITTEL geht es nicht

Es gibt wohl kaum eine andere Spezies die so beschimpft wird wie Schiedsrichter. Von der untersten bis zur obersten Liga, vom jüngsten bis zum erfahrensten Unparteiischen, wohl alle können das Lied von „Schiri du Arsch****“ oder das Gedicht von „der schwarzen Sau“ schreiben.

 

Solche Äußerungen sind zumeist Momentaufnahmen und eine Stunde, ein Tag, eine Woche, ein Monat oder ein Jahr später sind sie vergessen, sie sind jedoch einfach unnütz und sorgen als emotionale Regung für Chaos. Warum??

Ganz einfach: Alle Fußballer haben es schon erlebt, das hitzige, emotionale, spannende und rasante Derby. Kurz vor Schluss steht es Spitz auf Knopf und dann kommt es. Die bisher unauffälligen und fehlerfreien Schiedsrichter treffen eine knifflige Entscheidung und eine Mannschaft samt ihrem Fanlager fühlt sich benachteiligt. Quintessenz sind Tiraden von Schimpfwörtern und Drohungen in Richtung der aus einer Sicht nun gar nicht mehr Unparteiischen. Völlig unbemerkt sitzt natürlich auch eine gewisse Anzahl an Kindern und Jugendlichen am Spielfeldrand.

 

Und während es die „Stimmbruchgeneration“ den Schreihälsen gleich tut und in dieselbe Tröte bläst wird die „Generation Grundschule“ eher ruhig, vielleicht sogar ein bisschen nachdenklich. Die wundern sich nämlich, denn dank loyaler Erziehung hat man ihnen gelehrt, dass sich Schimpfwörter nicht gehören. Und dann das!!! Das Ergebnis des Ganzen ist wohl jedem Fußballer geläufig: Es wird immer schwieriger „Nachwuchsfußballhelden“ für die Rolle des Schiedsrichters zu begeistern. Ist ja auch logisch, denn wer will sich schon dank diverser Tiernamen wie auf dem Bauernhof fühlen. Zumal beim „gemeinen Fußballschiedsrichter“ auch das Schmerzensgeld keine Rolle spielen kann.

 

Diese angesprochene Entschädigung, sie ist eher spartanisch, soll nämlich den Aufwand abgelten und nicht als „Trostpflaster“ für verbale Entgleisungen dienen. Wenn man als Fußballer 5 Minuten der „besinnlichen Jahresendzeit“ nutzt um über „unseren Sport“ nachzudenken und auch noch die „ehrliche Ader“ findet, dann kann man eigentlich nur zu einem Schluss kommen:

 

Es gibt wohl kein Spiel in dem die Schiedsrichter mehr Fehler gemacht haben als die Spieler. Natürlich ist es manchmal schwer als „emotional aufgeladenes Kampfschwein“ eine vermeintlich falsche Entscheidung zu respektieren und die Klappe zu halten, es könnte aber gehen wenn man sich mal folgendes Szenario vorstellt: Einem Spieler unterläuft ein technischer Fehler oder ein Trainer wechselt falsch und der Schiri kommentiert diese eigenen Unzulänglichkeiten jedes Mal mit „kennst du die Regeln nicht du Vollpfosten“!

 

Physisch wäre das wohl bei einem Fußballspiel möglich, mathematisch würde das jedoch für totales Chaos sorgen, denn wenn jeder am Spiel Beteiligte 3 Fehler je Stunde macht müsste die Schiris auf der einen Seite 9 Beschimpfungen einstecken, auf der anderen aber 162 davon austeilen. Jeder kann sich vorstellen was bei insgesamt 171 verbalen Ergüssen je Spiel von ebendiesem übrig bleiben würde.

 

Voraussetzung für diese Berechnung ist natürlich die maximale Ausbeute auf dem Spielprotokoll, Trainerassistenten nicht eingerechnet.

 

Gott sei Dank sind diese Gedankenspiele aber Makulatur, denn während die einen das angesprochene Soll beinahe immer erfüllen gehen die anderen besonnener mit der Situation um. Vielleicht können wir als Fußballer unseren Schiedsrichtern ja ein klein wenig helfen in dem wir uns das eine oder andere Mal auf die Zunge beißen bevor ein unqualifizierter Kommentar das menschliche Sprachzentrum verlässt.

 

Es geht auch nicht darum nichts zu sagen, allerdings sollte man sich den Satz vor Augen halten der in der eigenen Erziehung eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt hat: DER TON MACHT DIE MUSIK!!